Kreistagsprogramm: 2. Soziales

Kommunalpolitik

Kinderbetreuung, Pflegestützpunkte, Jugendarbeit

Die SPD setzt sich dafür ein, dass so schnell wie möglich in allen Städten und Gemeinden genügend Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder geschaffen werden, damit der zukünftige Rechtsanspruch darauf auch wahrgenommen werden kann. Wir wollen durchgängige Bildungs- und Betreuungsangebote für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis zum Schulabschluss. Und wir wollen bezahlbare Krippenplätze, damit Bildungschancen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

Wir wollen, dass an jeder Schule Schulsozialarbeit angeboten wird. Die Zuschüsse des Kreises sollen daher für jede Schule und nicht nur für Brennpunktschulen zur Verfügung stehen. Die Jugendhilfe ist vor Ort mit einzubeziehen.

Der öffentliche Raum muss auch der Jugend gehören. Wir fordern daher sinnvolle Maßnahmen der Kreisjugendpflege zu diesem Thema. Eine reine Verdrängung der Jugendlichen durch Verbotspolitik lehnen wir ab.

In der Jugendhilfe, Sozialhilfe, Familienhilfe und Eingliederungshilfe muss ein Qualitätsmanagement eingeführt werden, damit sichergestellt wird, dass alle Anspruchsberechtigten auch die adäquate Hilfe erhalten. Die zum Teil langen Wartezeiten in den Beratungsstellen wollen wir abbauen.
Bürgernahe Pflegestütztpunkte sind im Landkreis einzurichten.

 
 

Kommentare

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Schulsozialarbeit stärken

Gerade vor dem aktuellen schrecklichen Hintergrund des Amoklaufs in Winnenden ist klar, dass wir Schulsozialarbeit an jeder Schule brauchen. Ich weiß zwar wenig über die Hintergründe des Attentats in Winnenden, auch weiß ich nicht ob es einen Schulpsychologen oder einen Schulsozialarbeiter vor Ort gab oder nicht. Jedoch äußern sich alle Experten die aktuell in den Medien zu sehen sind, dass eine solche Tat meist vorweg angekündigt wird oder zumindest erkennbar ist. Hier können Schulsozialarbeiter helfen.
Unabhängig davon gibt es zahlreiche weitere Aufgaben für Schulsozialarbeiter, die an JEDER Schule benötigt werden. Da wären beispielsweise die typischen „Pubertätsprobleme“ oder Beratung in Fragen der Berufswahl. Oft treten Schulsozialarbeiter auch als Mediatoren zwischen Lehrern und Eltern, Schülern und Lehrer sowie innerhalb von Schülergruppen auf. Egal ob Brennpunktschule oder „Elitegymnasium“: wir brauchen die Schulsozialarbeit!

Autor: Marius Osswald, Datum: 12.03.2009